11.11.2020

12.11. / 18h ONLINE-VORTRAG: SANDRO ZANETTI: "Celans Lanzen. Entwürfe, Spitzen, Wortkörper"

Paul Celans Geburtstag jährt sich am 23. November 2020 zum hundertsten Mal. Wir möchten dies zum Anlass nehmen, neuere Perspektiven der Celan-Forschung vorzustellen: Sandro Zanetti, Literaturwissenschafter an der Universität Zürich, spricht zu seiner aktuellen Publikation "Celans Lanzen. Entwürfe, Spitzen, Wortkörper".

Webex-Meeting:

https://uni-salzburg.webex.com/uni-salzburg-de/j.php?MTID=m51b9649f166c058fa56cd065adc08931

Meeting-Kennnummer (Zugriffscode): 137 831 4882 // Meeting Passwort: 9CyKTQAr6S3

 

1948 veröffentlicht der damals noch unbekannte Dichter Paul Celan zusammen mit dem surrealistischen Maler Edgar Jené eine kurze programmatische Schrift mit dem Titel »EINE LANZE«. Der Titel besteht aus einer anagrammatischen Verwandlung der beiden Autorennamen: EJNÉ LANCE – JENÉ CELAN. Celan bleibt in der Folge dem Bedeutungshof der ‚Lanze‘ insofern treu, als er seine Gedichte als Medien der Bewegung (Entwürfe), als Affektauslöser (Spitzen) und als konkret gewordene Sprache (Wortkörper) ›lanciert‹. Das Buch reflektiert in Einzelstudien die Initiationsgesten von Celans Lanzen. In den Blick rücken dabei immer auch jene Stellen, an denen diese Lanzen gebrochen werden – für nichts und für niemanden, es sei denn, vielleicht, für jene, die von der Literatur als Betrieb oder Geschäft, als Einbildung oder Vorstellung genug haben und stattdessen bereit sind: zu lesen, aufzulesen, nachzudenken, innezuhalten, weiterzudenken, aufzubrechen. Celans Gedichte legen eine eigentümliche Ethik der Lektüre nahe: Die Gedichte bleiben stumm, wenn sie auf keine Bereitschaft treffen, sich auf eine Sprache einzulassen, die mit ihrem Bedeuten immer wieder, je nach Begegnung, von neuem beginnt – und endet. Darin sind Celans Gedichte beunruhigend, ansprechend, anhaltend, bis heute.
 

Sandro Zanetti ist Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Zürich. Er studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie in Basel, Freiburg im Breisgau und Tübingen. Bis zu seinem Wechsel nach Zürich 2011 forschte und lehrte er in Frankfurt am Main, Basel, Berlin und Hildesheim. Die aktuellen Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Produktionsästhetik, der Literatur und Kunst der Avantgarde sowie der Poetik der (Un-)Wahrscheinlichkeit.  
 
Konzeption, Moderation:
Uta Degner

 

Mag. Silvia Amberger

Programmbereichsreferentin

Wissenschaft & Kunst / PB Figurationen des Übergangs

Bergstr. 12a, 5020 Salzburg

Tel: +43-662-8044-2377

E-Mail an Mag. Silvia Amberger

  • ENGLISH English
  • News
    Die Österreichische Akademie der Wissenschaften hat Mag. Dr. Daniel Ehrmann, Universitätsassistent und Promovent am Fachbereich Germanistik, ein vierjähriges APART-Stipendium zuerkannt, das er am 1. 3. 2021 antreten wird. Er wird in dieser Zeit sein Habilitationsprojekt „Aggregation. Relationalität und die Konstellationen der Literatur (1650 – 1950). Für ein literarhistorisches Modell mittlerer Reichweite“ bearbeiten.
    Am 05. März 2021 hält Univ. Prof. John W. C. Dunlop einen Vortrag zum Thema "Swarming Behaviour in Confinement - How curved surfaces influence pattern formation in biology." Der Vortrag findet um 14 Uhr online via Webex statt. Der Fachbereich Biowissenschaften lädt herzlich dazu ein!
    Programmleitung und Gesprächsführung: Univ.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner
    Das Projektförderprogramm für Forschungen zwischen PLUS und südostasiatischen Partneruniversitäten, ASEA-UNINET Call 2021-2022 (Projektdurchführungszeitraum: 1. Oktober 2021 - 30. September 2022) ist ab sofort geöffnet!
    Prof. Dr. Jude Lal Fernando, Assistenzprofessor an der Irish School of Ecumenics am Trinity College Dublin, wird im SS 2021 Lehrveranstaltungen zum Thema "Interreligious Relations in Asia" am Zentrum Theologie Interkulturell bzw. im Bereich Religious Studies anbieten.
    Hiermit möchten wir an den Call for Lectures erinnern, welcher noch bis 28.02. geöffnet ist. Bewerben Sie sich als Lektorin bei der ditact_women‘s IT summer studies, welche von 23.08.- 04.09.2021 an der Universität Salzburg stattfindet. Es ist uns ein großes Anliegen auch Nachwuchslektorinnen zu fördern.
    Der Projektantrag BioMat-TEM mit dem Gesamtvolumen von 1,948 Mio € im Rahmen der Infrastrukturförderung der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) wurde bewilligt.
    Sechs Forscher*innen aus Europa und den USA wurden kürzlich mit dem renommierten IFIP TC13 Pioneer Award für weltweit herausragende Beiträge zum Thema Human-Computer Interaction ausgezeichnet. Darunter der Leiter des HCI an der PLUS, Prof. Manfred Tscheligi.
    Einladung zur Online-Tagung: Corona - eine Katastrophe?
    Das Semesterprogramm für das Sommersemester ist nun online, und die Lehrveranstaltungen werden in Kürze freigegeben. Wir haben die Angebote im Bereich Entrepreneurship gestärkt. Melde dich bis 14. März 2021 an!
    Prof. Dr. Jude Lal Fernando, Assistenzprofessor an der Irish School of Ecumenics am Trinity College Dublin, hält im SS 2021 Lehrveranstaltungen zum Thema "Interreligious Relations in Asia" am Zentrum Theologie Interkulturell bzw. im Bereich Religious Studies.
    Wie im Informationsschreiben von Bundesminister Faßmann vom 02.12.2020 angekündigt, findet vom 23.08. bis 03.09.2021 (Burgenland, Niederösterreich und Wien) bzw. 30.08. bis 10.09.2021 (Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg) jeweils von 8.00 bis 12.00 Uhr in den Räumen ausgewählter Schulen, wieder die Sommerschule 2021 statt.
    Das Zentrum Theologie Interkulturell und Studium der Religionen veranstaltet gemeinsam mit der Universität Fribourg eine interdisziplinäre online-Tagung vom 16.-17. April 2021 (Start am 16. April 2021 um 14:15 Uhr).
    Aufgrund der aktuellen Entwicklungen des Infektionsgeschehens wird der Lehr- und Prüfungsbetrieb im gesamten Sommersemester im Distanzmodus durchgeführt.
    Kürzlich ist der Sammelband der Doctorate School "geschlecht_transkulturell" beim Springer Verlag erschienen, in digitaler und gedruckter Form. Der Band, der aktuelle Forschung an der Universität Salzburg und darüber hinaus versammelt, betrachtet Geschlecht und Transkulturalität aus einer transdisziplinären Perspektive.
    Herausforderungen, Prozesse und Ambivalenzen - Schriftenreihe der ÖFEB-Sektion Sozialpädagogik, Band 6
    Am Mittwoch, den 17. März 2021 veranstaltet die PLUS einen virtuellen Tag der offenen Tür und lädt interessierte Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen herzlich ein. Alle Informationen dazu finden sich online unter www.uni-salzburg.at/openday.
    Daran interessiert, Lehrer*in zu werden? Informiere dich am virtuellen Tag der offenen Tür der Paris Lodron Universität Salzburg zu deinem Lehramtsstudium in Salzburg!
  • Veranstaltungen
  • 04.03.21 Grenzgänge - Folgen von neuen Grenzen für Arbeit und Unternehmen 4.3.2021
  • Alumni Club
  • PRESSE
  • VERANSTALTUNGSRÄUME
  • STELLENMARKT
  • Impressum
  • Facebook-Auftritt der Universität Salzburg Twitter-Auftritt der Universität Salzburg Instagram-Auftritt der Universität Salzburg Flickr-Auftritt der Universität Salzburg Vimeo-Auftritt der Universität Salzburg